Probleme und Ideen

Im Rahmen der Überlegungen kommen natürlich verschiedene Probleme und viiiiiele, viele Ideen auf. Manche Probleme lösen sich fast von selbst und andere sind gar keine und wie PHANTASTISCH ist es, dass mein Verlobter sich genauso viele Gedanken macht wie ich und total geniale Ideen hat! 

Aber zu den Problemen, die sich (scheinbar) stellten. Meine Familie ist ja nun sehr christlich-kirchlich geprägt und ich glaube, ich bin die erste überhaupt, die nicht kirchlich heiraten wird. Mein Bruder heiratete kirchlich und natürlich alle aus den Generationen vor mir heirateten ebenfalls kirchlich. Die Gründe, warum ich es nicht tue, sind einfach:

Ich bin nur noch auf dem Papier Mitglied der Kirche und fände es mehr als heuchlerisch, mich dann von einem Pfarrer eines Glaubens, der nicht mehr meiner ist, einsegnen zu lassen, nur weil ich denke, dass meine Familie es schön fände. Und dann hat sich Leander auch sehr deutlich dagegen ausgesprochen, da ihm Glaubensrituale jeglicher Art sehr suspekt sind. Nun bedeutet mir die standesamtliche ungefähr soviel wie die Beantragung eines neuen Personalausweises (also herzlich wenig), weshalb wir trotzdem eine Art Ritual machen werden. Es wird in der Tradition des Handfastings sein (wir werden es nach der weitverbreiteten Tradition des „siebenjährigen Versprechens“ halten, können also alle sieben Jahre wieder heiraten, hehe). Ich habe lange Zeit überlegt, wie ich das meiner Familie klarmache – besonders meiner Großmutter. Es zeigte sich, dass ich es gar nicht tun musste: sie sprach mich drauf an, mit „Ihr werdet nicht kirchlich heiraten, nicht?“ und auch wenn sie nicht sagte, ob es sie wirklich störte, glaube ich nicht, dass es sie schwer enttäuschte, sondern eigentlich schon länger klar war. Was für mich eine große Erleichterung war. Die einzige Nachfrage, die kam, war, was denn dann mit den Blumenmädchen sei, immerhin habe ich das meiner Cousine versprochen 😉 Da konnte ich sie aber beruhigen – Blumenkinder kriegen wir auch integriert in die Zeremonie. So schnell löste sich also das vermeintliche Problem.

Und Ideen haben wir viele. Leander hatte eine ganz tolle für, die sich auch wunderbar in die Handfastingsache einfügt, aber ich will nicht zuviel verraten, damit die Leute, die hier lesen und nachher auf der Feier sind, auch noch ein paar Überraschungen haben. Ich kann’s kaum erwarten, mit den Vorbereitungen anzufangen – aber erstmal suche ich noch nach der passenden Idee für die Einladungen. 😉 Vorfreude!!

Schneller als gedacht

Gestern schrieb ich’s, heute haben wir einen Ort zum Feiern! 😀

Ein Anruf genügte und dann hieß es: „Oh, wie toll, bei uns im Garten? Natürlich! Wie wunderbar!“

Damit haben wir einen riesigen, verwinkelten und wunderschönen Garten in einem alten Fachwerkhof in direkter Nähe zu Marburg, mit direktem Übergang aufs freie Feld, eine Wiese, auf die ein großes Zelt passt, einen Raum für’s Buffett und eine Scheune für den Notfall zur Verfügung. Den Termin können wir uns quasi frei aussuchen (müssen uns damit nur den Urlaubsplänen meiner Mutter anpassen, die im Sommer schon gebucht hat :p) und können direkt mit der konkreteren Planung für Tische, Stühle, Deko, Geschirr und allem anfangen. Yay!!

Örtlichkeiten

Die erste Frage, die geklärt werden muss – und zwar im Grunde, bevor alles andere (außer eine erste Budgetplanung, die da ja schon mit reinspielt) geschieht – ist die Frage nach dem „Wo“. Wo feiern wir?

In einem Punkt sind wir uns einig: am liebsten draußen. Einfacher macht das die Suche nach einer Örtlichkeit aber nicht gerade. Denn ganz ohne Option auf „nach drinnen ausweichen, falls es regnet“, ist uns doch ein wenig zu hoch gepokert. Das wiederum macht es nicht leicht. Ich hätte nie gedacht, dass gerade unsere Gegend so wenig Orte in petto hat, die schön und bezahlbar sind und in allem unseren Wünschen entsprechen. Da ist dieses wunderschöne Schloss, das aber leider kein gutes Essen hat, welches man aber mitbuchen muss. Dann ist da dieser sehr schöne Hof direkt in der Nähe, der allerdings einerseits ziemlich teuer und andererseits nicht bereit ist, ein größtenteils vegetarisches Buffett zu machen. Zitat: „Es soll ja Ihren Gästen gefallen!“ Was antwortet man darauf? Uns als Brautpaar und vor allem Bezahlende muss es also nicht gefallen, oder wie? Und größtenteils fleischloses Essen kann gar nicht gefallen? Ja nee is klar. Damit hat er sich direkt aus der Auswahl geschossen. Andere haben ab 1Uhr Nachts extrem hohe Nachtpauschalen für jede weitere Stunde. Ja, und so ähnlich geht’s grad weiter…

Aber wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben 😉 Wir warten gerade noch auf ein Angebot von einem Hotel, die anbieten, auf einer Burg in der Nähe quasi den gesamten Service zu machen, also Aufbau, Tische, Geschirr, Zelte, Service und Abbau, wo wir aber selbst für Essen und Getränke sorgen können. Wenn das bezahlbar wäre – optimal. Ansonsten fragt Leander gerade bei den Freundinnen seiner Mutter an, die unglaublich schöne Gärten haben (siehe Gärten für Zaungucker), ob die eine Möglichkeit haben oder wissen.

Ich muss ja auch offen gestehen, dass ich zu anspruchsvoll bin für die ganz billigen Alternativen. Natürlich kann man fast kostenlos in Gemeindehäusern oder Mehrzweckhallen auch mit vielen Menschen feiern, aber dazu ist mir Ambiente dann doch zu wichtig. Es gibt Leute, zu denen passt sowas, aber etwas Eleganz und Feierlichkeit auch beim Ort wünsche ich mir doch. Aber ich bin mir sicher, dass wir noch das Passende finden. Stay tuned! 😉

And so it begins…

Dies wird ein  ganz besonderes Jahr werden. Es wird unser Jahr werden. Denn dies ist das Jahr, in dem Leander und ich heiraten werden.

Es begann mit einem Fest im Kreise von guten Freunden, mit unglaublich gutem Essen und Wunderkerzen und während das Feuerwerk über uns losbrach, ging Leander vor mir auf die Knie und präsentierte mir einen silbernen Ring, den er selbst gemacht hatte. ♥ Und hiermit geht es nun weiter.

Was soll dies hier werden? Ein Hochzeitstagebuch, eine Ideensammelei, ein Planungswerkzeug und mit Sicherheit auch ab und an sinnloses Ange-hach-e von schönen Dingen. Viel will geplant und überlegt und entschieden werden. Aber da ich nicht alle Leute, die es nicht interessiert, mit Blogeinträgen, Ideen, Hibbelei und mehr oder weniger kitschigen Fotos überhäufen möchte nun also dieser Blog. Es wird unser Sommer. Es wird unser Jahr. Ich freu mich drauf! 😀