Zwei Flaschen Rotwein später

Meine Eltern waren zu Besuch und es wurde ein sehr entspannter Abend, nach dem fest stand: wir werden den Garten nehmen. Bei allem Risiko mit dem Wetter. Wir haben die Mehrzweckhalle auf der gegenüberliegenden Straßenseite mitgemietet für Toilettengänge und den absoluten Horrorsturmgewitterweltuntergangstag, wobei ich nicht glaube, dass wir sie dafür brauchen werden. Wir werden vermutlich einen Caterer für Geschirr und Co. anheuern, wir werden ein Zelt aufbauen oder Planen spannen – die Details sind noch nicht ganz klar, aber das kriegen wir schon hin 😉 Und je mehr wir darüber reden, desto mehr freuen wir uns auf eine wirklich familiäre, selbstgemachte Feier, die durch das Mitwirken der Gäste bestimmt zum absoluten Highlight wird 😀

Heute haben wir dann auch die Save the date-Mails verschickt – damit die Leute sich den Termin schonmal freihalten, auch wenn wir wohl noch ein bisschen für die postalischen Einladungen brauchen. Whohooo

Advertisements

Das schnöde Geld

Wenn das nicht wäre, wäre alles so viel einfacher. 😛

Ja, wir hadern noch immer ein wenig mit der Location rum, auch wenn wir quasi so weit sind, zu sagen, dass wir den Garten nehmen. Ein Punkt, den ich vollkommen unabhängig von der Wetterproblematik, noch gar nicht bedacht hatte, ist der der Unterkunft. Weniger, dass wir die Leute nicht unterbringen können – MR hat genug Hotels – sondern eher, dass es nicht in der Nähe ist. Mal eben die Kinder ins Bett zu bringen und dann weiterfeiern, ist dann nicht so einfach. Und Kinder werden wir einige auf der Feier haben. Wobei ich gerade im Moment, als ich dies schreibe, die Idee einer gut gepolsterten, mit Stroh und Teppichen und Fellen ausgelegten Yurte habe, wo man etwas abseits solche Schlafplätze für Kinder einrichten könnte… Das stell ich mir ganz cool vor.

Inzwischen sind uns aber einige wirklich schöne Orte über den Weg gelaufen, die aber leider alle entweder über (wenngleich teilweise nur knapp) unserem Budget liegen oder keinen Termin mehr an unserem Datum frei haben. Wie ich euch kenne, seid ihr neugierig *g*

(Meine Mum hat übrigens hier geheiratet und meint, das sei doch sooo praktisch, warum wir nicht da feiern 😉 Ist halt etwas über 300km weit weg. Aber sonst… 😛 ). Ah, well. Anscheinend sind die meisten Anbieter aber auch nicht in der Lage, sinnvolle Infos per Mail rauszugeben oder mal Alternativen anzubieten. Anstatt zu schreiben „Leider ist der und der Termin bereits belegt, aber wir können Ihnen folgenden anbieten“ (wie es der alte Obstkeller gemacht hat), schreiben die meisten nur sowas wie „Nö, geht nicht, viel Spaß noch.“ Oder gehen auf keinerlei Fragen ein. Auch schön, so. Wir würden halt gern unter 4000€ bleiben bei allem, das ist kaum irgendwo möglich, wo es verpflichtendes Catering gibt. Ich hätte gern nen Geldscheißer. Dann würd ich Rauischholzhausen kaufen und gut ist. Hnng.

Das schöne an dem Garten ist natürlich, dass wir wirklich komplett frei in der Gestaltung sind. Auch was das Buffet angeht und so. Außerdem bekomme ich jedes Mal, wenn ich mir die tollen Selbstmach-Tipps in den Seiten aus meiner Inspirationsliste anschaue, Lust, ALLES selbst zu machen 😉 Trotz entsprechenden Aufwands.

Anyhoo. Vielleicht schaff ich es demnächst, mal Bilder vom Garten zu machen – im Moment versuchen wir vergeblich, den Verantwortlichen für die Mehrzweckhalle gegenüber zu erreichen, damit wir deren Küche und Co. missbrauchen können 😉 Also, von der Mehrzweckhalle. Nicht ihm persönlich *fuchtel*

Faszinierend

Ich glaube, jeder möchte, dass seine Hochzeit etwas besonderes ist. Logisch. 😉 Ich fänd’s großartig, wenn sie auch für unsere Gäste was besonderes ist – und entsprechend sollen sie sich kleiden. Geplant ist, auf der Hochzeit im Dresscode „Etwas besonderes“ anzugeben und dann vielleicht noch einen Zusatz wie „Hüte oder Zylinder, Fascinators oder Gehstöcke, Hosenträger oder Blumen im Haar sind gern gesehen“. Etwas in der Art. Ich mag den Gedanken, dass auch die Gäste mit Spaß an die Überlegung des „Was ziehe ich an“ rangehen und sich wirklich in etwas kleiden, was ihnen gefällt und in dem sie sich wohlfühlen.

Für den Fall, dass jemand noch Inspiration oder einfach schlicht ein tolles, besonderes, einzigartiges und schönes Accessoire sucht, empfehle ich übrigens fancythingummyjig. Trotz des unaussprechlichen Namens ein großartiger Shop, deren Besitzerin ein echter Schatz ist und bei der  ich auch schön öfters bestellt habe. Sie macht mir hoffentlich auch meinen Schleier (oder Äquivalent) 😀 Yay!

… oder …

Am Mittwoch waren wir nochmal im Garten, den wir eventuell für unsere Hochzeit nutzen. Ja, ihr habt richtig gelesen, „eventuell“. Also, hier die Fakten:

Der Garten ist nach wie vor wunderschön und ich kann es mir traumhaft für unser Fest vorstellen. Teich, Gemäuer, Bäume, Feuerstelle, gepflasterter Platz, Möglichkeiten für Feuerkörbe, Lichterketten und Pavillons. Es gibt den Blick aufs freie Feld und den Wald, es gibt eine Gartenlaube und einen alten Torbogen, einen Raum für’s Buffet und eine Wiese, die für die Zeremonie geeignet wäre. Und es gibt die Scheune.

Die Scheune war unser Plan für den Fall, dass es regnet. Nur: sie ist nicht so groß wie erhofft und vor allem wäre sie verdammt. viel. Arbeit. Sie ist total vollgestellt und lange nicht mehr für etwas anderes als als Abstellraum genutzt worden, das bedeutet, man müsste ausräumen, putzen, evtl. die Wände weißeln. Es wäre ein mehrwöchiges Wochenendprojekt, dessen bin ich mir sicher. Vermutlich würde sie dann Platz für maximal 50 Leute bieten. Wir werden mehr als 50 Gäste haben, heißt, man müsste sie aufteilen. Oder die Gästeliste radikal kürzen, radikaler als ich möchte. Oder es riskieren und darauf  vertrauen, dass das Wetter mitspielt und wir komplett draußen feiern können.

Ich bin so unsicher diesbezüglich. Letztlich gibt es vier Möglichkeiten:

  1. Wir riskieren es und es funktioniert alles perfekt. Traumhaftes Wetter, wir sind unter unserem Budget geblieben und haben einen phantastischen Tag mit einem wunderschönen Gartenfest.
  2. Wir riskieren es und es regnet. Es regnet nicht nur ein bisschen, sondern es ist kalt, die ganze Woche davor hat es geregnet, alles ist durchnässt und feucht und unschön und das Fest fällt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser und ich weine.
  3. Wir riskieren es nicht und bezahlen was teures, gehen an unser Budgetlimit und es ist traumhaftes Wetter und wir ärgern uns ein wenig, dass wir soviel Geld ausgegeben haben, wenn wir doch das perfekte Fest im Garten hätten haben können.
  4. Wir riskieren es nicht und bezahlen was teures, gehen an unser Budgetlimit und es ist beschissenes Wetter und wir sind froh, dass wir die schöne, warme Alternative genommen haben.

Yeah.

Ich weiß nicht so richtig, was wir tun sollen. Wir haben am Monag jetzt noch einen Termin bei einem Hotel, das diese Möglichkeit hier bieten würde: Fest mit Burg und allem drum und dran. Der Vorteil dabei: Sie bieten günstige Konditionen für die Gäste, die im Hotel schlafen würden, und einen kostenlosen Shuttleservice für diese Gäste (und Leander und ich bekämen die Hochzeitssuite für lau 😉 ).  Der Nachteil dabei: Es ist mit Sicherheit nicht ganz einfach finanziell zu stemmen. Aber gut, das werden wir dann am Montag sehen. Noch eine weitere Location wurde von uns entdeckt, die ist allerdings erst ab 14.2. wieder erreichbar, die haben derzeit noch Umbauarbeiten.

Gnah. Hat mir nicht zufällig jemand einen Wahrsager, der weiß, wie das Wetter im September wird?