Happily

Letzten Freitag war es soweit:

Leander und ich haben offiziell geheiratet. ♥

Und auch, wenn mir nach wie vor die Zeremonie im September wichtiger ist als dieser „formelle“ Teil, bin ich vollkommen überwältigt von diesem unglaublich schönen Tag. Ich muss sogar gestehen, dass er um ein Vielfaches schöner war, als ich erwartet habe. 😀

Er begann recht entspannt – am Vorabend waren bereits mein Bruder und Familie gekommen, wodurch mir die Wartezeit durch die Kinder unglaublich verkürzt wurde. Ich habe versucht, mich nicht stressen zu lassen, was mir sogar halbwegs gut gelungen ist. Zwischendurch fand ich sogar die Zeit, mich etwas mit dem Puzzle zu beschäftigen, das mir zum Geburtstag geschenkt wurde – ich musste mich dringend ablenken 😉 Relativ zeitig hatte ich mich schon mit Frisur und Make-up und der Frage, wie ich den superschönen Fascinator genau befestige, den die unglaublich tolle Kay von fancy-thingummyjig.com für mich persönlich fertigte und mir schenkte, beschäftigt, so dass das schon saß, während Leander noch ein paar letzte Dinge erledigte. Erst um 13Uhr zog ich mich dann um – nachdem Basti, einer unserer Trauzeugen, schon etwas überrascht gefragt hatte, ob ich nicht damit beschäftigt sein müsste, mich in ein viel zu kompliziertes Kleid zu zwängen 😉 Aber nachdem ich ein sehr schlichtes, weißes Kleid und Samtblazer trug, war das wirklich das kleinste Problem (Bilder im Kleid folgen, sobald wir sie haben).

14:30Uhr war die Trauung – wir waren ganz entgegen unserer Planung etwas knapp dran (und nein, das lag nicht an uns, sondern tatsächlich an den Fahrstühlen im Parkhaus, die eine gefühlte Ewigkeit brauchten), so dass das Hallo-Sagen und die Vorher-Aufregung mit unseren Gästen relativ kurz ausfiel, bevor wir dann hineingingen. Flora, meine Schwägerin, hatte mir sehr kurzfristig noch einen Strauß besorgt, der wunderschön war. Kurzes Vorgespräch mit dem Standesbeamten Of Love, der mir als erstes sagte, wie toll ich aussähe, dann füllte sich langsam das Zimmer mit Familie und Freunden. Und obwohl einige gefehlt haben, waren wir mehr Leute als gedacht. Als ich mich umsah und in die vielen, strahlenden Gesichter schaute, die sich mit uns freuten, wurde mir ganz warm ums Herz.

Die Trauung selbst war ganz überwältigend schön. Unser Standesbeamte hatte im Voraus bei unserem Vorgespräch im März darum gebeten gehabt, dass wir – wenn wir Lust hätten – ihm eine Mail schreiben sollten und ein bisschen erzählen sollen, wie wir uns kennengelernt haben und ähnliches. Diese Mail hatte Leander auch geschrieben und ich hatte keine Ahnung, was drin stand. Insofern war für mich auch noch ein bisschen Spannung drin. 😉 Und es war soooo schön. Der Standesbeamte hat Leanders Worte nicht einfach übernommen, sondern gar wunderbar umformuliert ohne die persönliche Note zu verlieren. Unsere Freunde haben mir später erzählt, dass sie die ganze Zeit nur zustimmend genickt hätten, als erzählt wurde, dass es ihnen schon viel früher als uns klar war, dass wir zusammenkommen würden. Es wurde mehrfach gelacht und insgesamt war die Stimmung wahnsinnig schön – herzlich, liebevoll, lustig und vertraut. Der Standesbeamte hat es geschafft, dass selbst der offizielle Teil – die Protokollverlesung – kurz und ganz nett war, und danach die Stimmung nochmal aufgelockert, indem er ein kurzes Gedicht vorlas, von dem er sagte, dass er finde, dass es sehr gut zu Leander und mir passen würde, von dem Eindruck, den er von uns gewonnen hat – und er hatte recht.

Ich will wachen, wenn du müde bist,
ich will erinnern, wenn du vergisst,
ich will schweigen, wenn du Recht hast,
ich will sprechen, wenn du irrst,
ich will voran gehen, wenn du zögerst,
ich will stark sein, wenn du versagst,
ich will gehen, wenn du allein sein willst,
ich werde aber immer da sein, wenn du mich brauchst.

~ Christa Alden

Bei dem Teil „Ich will schweigen, wenn du Recht hast“ wechselten Leander und ich einen Blick und er nickte schicksalsergeben, was nochmal zu allgemeiner Heiterkeit führte. 😀 Nach der Trauung gingen wohl ziemlich viele noch zu unserem Standesbeamten, um ihm zu sagen, wie toll sie es fanden, wie er es gemacht hat und auch wir haben uns nochmal extra bei ihm bedankt, weil er es wirklich geschafft hat, einen sehr offiziell-beamtenmäßigen Moment zu etwas ganz Besonderem zu machen.

Unsere unglaublich phantastischen Trauzeugen hatten draußen vor dem Standesamt dann für Sekt und Seifenblasen und Gepöppel und wahnsinnig leckere Snacks gesorgt, so dass wir noch fast eine Stunde draußen standen und lachten und anstießen und Brautstrauß warfen (meine Nichte Marina hat ihn gefangen 😉 ), bevor es dann mit der Familie zum Kaffeetrinken ging. Dort gab es dann die nächsten „chocked up“-Momente bei sehr emotionalen Gesprächen mit einzelnen Leuten… und abends ging es gerade so weiter, als wir im Wald grillten. Hier waren es dann trotz einiger unerwarteter, aber sehr willkommener Gäste etwas weniger Leute als gedacht, was uns aber nicht daran hinderte, einen total tollen, phantastischen, lustigen und wieder sehr emotionalen Abend zu haben. Ich war immer und immer wieder überwältigt davon, was für tolle Menschen zu unseren Freunden und unserer Familie zählen und wie sehr und intensiv sie Anteil an unserem Glück nehmen. ♥

Welch wunder-, wunder-, wunderbarer Tag.

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It is on!

Nur noch drei Tage. Freitag ist es soweit. Die letzten Vorbereitungen laufen, die wichtigsten Dinge sind geklärt und die meistgestellte Frage derzeit: „Und? Schon aufgeregt?“

Ganz klares: „Ja.“

Zumindest, wenn ich daran denke, unabhängig davon bin ich recht entspannt derzeit. Aber natürlich denke ich recht viel daran, von daher bin ich auch recht viel aufgeregt. Auf eine recht distanzierte Art und Weise finde ich mich auch amüsant – und beneide Leander, der komplett entspannt ist und mit vollkommener Seelenruhe die wichtigsten organisatorischen Dinge klärt, während ich im Kreis renne und nichts auf die Reihe kriege. Wenigstens hat es sich als sehr gute Idee herausgestellt, meinen Geburtstag größtenteils zu ignorieren. Und zumindest sind die letzten Unsicherheiten, die ich noch allein regeln musste, inzwischen erledigt. (Bei dem Icon fällt mir ein, dass ich mir noch Blumen besorgen muss. :renn:) Zumindest fast alle.

Letzten Samstag gab es noch eine Einkaufstour zusammen mit meiner Schwester und damit haben wir auch das wichtigste Detail für nächsten Freitag geklärt: das Kleid. Und natürlich ist es vollkommen anders als ursprünglich geplant. Meine Wünsche waren: lang und nicht weiß. Geworden ist es: kurz und weiß. 😉

Wir haben so viel durchprobiert und es. war. so. anstrengend. Gerade, wenn man sich nicht 100% wohlfühlt in seinem Körper und sich derzeit nicht sonderlich hübsch fühlt, aber das Gefühl hat, hübsch sein zu müssen (und zu wollen) und dann gezwungen ist, sich wieder und wieder und wieder im grauenvollen Licht ätzender Umkleidekabinen und in Spiegeln zu sehen, die wirklich jede unschöne Stelle des Körpers betonen, und dann Kleid um Kleid zu eng ist, zu schlabbrig, zu hässlich, die falschen Stellen betont und und und. Sonderlich förderlich ist das für’s Selbstwertgefühl nicht. Umso toller ist es dann, wenn man dann ein Kleid anzieht und weiß: Ja, das ist es.

Es ist schlicht – weiße Baumwolle mit einer Art Blumenlochmuster – nicht schulterfrei und fällt sehr schön. Dazu gibt es dann einen dunkelblauen Samtblazer und diesen wunderschönen Fascinator, den mir die phantastische Kay von fancy-thingummyjig zur Hochzeit schenkte. ♥

Und nebenher übe ich meinen neuen Namen.

Meins!

Ich habe gestern mein Kleid für September gekauft!  Im Limit, nicht glitzernd, sehr figurumschmeichelnd (schnürbar), mit und ohne weitem Unterrock tragbar und schön, ein schönes Creme, das ich mit einer farbigen Stola und farbigen Schuhen aufpimpen werde. Vermutlich werde ich mir eine Tournüre dazu machen statt einem weitem Unterrock – das passt dann auch noch besser zu Leanders Outfit. 😉 Die Fotos vom Katalog, die ihr hinter dem Break findet, werden ihm wirklich nicht gerecht. Die Mädels sagten: „Das Kleid sagt: ‚Ich gehöre Julie‘.“ Und ich habe mich wirklich sehr wohl darin gefühlt – ich glaube, wenn ich es nachher färbe, kann ich es problemlos noch zu anderen festlichen Anlässen tragen.

Wie es ausschaut? Langer schlichter Rock, der in der Taille eng liegt und obenrum V-Ausschnitt (steht mir einfach). Darüber Spitze mit leichtem Blumenmuster, ohne Pailletten, ohne Glitzerapplikationen. Viel Spaß beim Kucken 🙂

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Vorbereitungen

Noch zwei Wochen. 16 Tage, um genau zu sein.

Also. Ich muss sagen, ich bin schon aufgeregt. Einerseits gar nicht, weil ich mich natürlich auch total vorfreue und hibbelig bin, andererseits total. Vielleicht, weil es doch so eine „endgültige“ Entscheidung ist. Wisst ihr, was ich meine? Ich änder meinen Namen, den ich 29 Jahre lang hatte (aber die Unterschrift sitzt langsam! 😉 ) und irgendwie ist das für mich unglaublich symbolisch für einen komplett neuen Lebensabschnitt. Auch wenn ich rational weiß, dass sich eigentlich nichts ändert, außer einem „gesetzlichen Status“, ist es emotional doch ein nicht unbedeutender Schritt. Aber! Das ändert nichts an der Vorfreude, es lässt mich nur manchmal mit einem „Whoa.“ innehalten.

Und die Vorbereitungen laufen weiter. Im Moment steht natürlich das Standesamt im Vordergrund – 16 Tage und ich hab immer noch kein Kleid. Yay. Bei der letzten Bestellung war zwar was dabei, was ich ganz nett fand, aber bei 200€ und mehr muss ich ein Kleid obermegamäßighammergeil finden, um es zu kaufen. Am Samstag gibt es einen Einkaufsmarathon in Ffm, da ist dann hoffentlich etwas dabei. Ansonsten steht eigentlich alles:

  • Einladungen sind verschickt, Rest geht morgen früh raus
  • Tisch für Kaffee und Kuchen nach dem Standesamt ist reserviert
  • Grillplatz für abends ist reserviert

Und nachdem morgen die letzten Einladungen rausgehen, kommt dann auch der Foto-Post 😉 Also stay tuned!